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ALWIN CLAUSEN, EGGEBEK
 

Die CDU und ihre falschen Informationen

Besonderes Gewerbegebiet in Eggebek
Sind die bisherigen Firmen nach Eggebek gekommen, weil es hier ein
Energie- und Technologiepark geben soll? Ausschlaggebend war wohl eher
der Grund, dass es hier fertige Hallen und Infrastrukturen gibt. Fertige
Gebäude in der Größe und dem Platz rundherum gibt es eben nicht überall.
Ein Energie- und Technologiepark kann auch ohne Windkraft entstehen.
Die oft dargestellte Größe von 100 ha ist an der Realität vorbei.
Vertraglich zugesichert sind 66 ha, wovon 20 ha durch eine
Fotovoltaikanlage verplant sind. Netto verbleiben somit 46 ha.
Da ca.
20-25 ha ohnehin genehmigungsfähig sind
geht es also im Grunde nur um
zusätzliche gut 20 ha für die Duldung der drei Wind-Riesen.

Forschung an Windkraft und Biomasse
Um das Wechselverhalten an Windkraft und Biomasse zu erforschen ist es
nicht notwendig, dass die Anlagen am gleichen Ort stehen. Es gibt
bereits mehrere sogenannte Kombikraftwerke in Deutschland, in der
mehrere verschiedene regenerative Energiequellen genutzt werden, deren
Anlagen zum Teil über mehrere Bundesländer verteilt sind. Wichtig ist
hierbei zu wissen, welche Anlage gerade wie viel Strom produziert. Im
Zeitalter des Internets ist die Übertragung dieser Informationen leicht
realisierbar. Ziel ist hier eine verlässliche Stromversorgung zu
gewährleisten, egal ob es gerade windstill oder dunkel ist. Ein sehr
wichtiger Punkt ist hierbei die Möglichkeit zu schaffen, den bei viel
Wind/Sonne erzeugten Strom in irgendeiner Weise zwischenzuspeichern. Für
diese Forschungen sind in Eggebek keine Wind-Riesen nötig. REpower hat
mit der Fachhochschule einen Sponsorvertrag. Führt die finanzielle
Unterstützung möglicherweise dazu, dass Aussagen gemacht werden, die
nicht so ganz der Wahrheit entsprechen?

Biomasse und Solarenergie auch ohne Windkraft möglich
Eine Stromerzeugung durch Biomasse und Solarenergie ist ohne weiteres
möglich. Ein 110kV-Kabel nach Tarp ist nicht nötig. Die Einspeisung kann
über die bestehende 20kV-Anbindung erfolgen. Eine mögliche notwendige
Verstärkung der Leitung ist in diesem Fall durch den Netzbetreiber E.ON durchzuführen.

Alles nachzulesen im Erneuerbaren Energie Gesetz (EEG).
Kann die CDU etwa nicht lesen?

Der Gemeinde entstehen keine Kosten für die Erschließung
Solange die Tower SH GmbH Eigentümerin des Geländes ist, sind von ihr
auch die Erschließungskosten zu tragen
, egal ob mit oder ohne Windkraft.
Eigentum verpflichtet (Art.14 Grundgesetz)

Umsetzung Flächennutzungsplan
Die Schaffung rechtlicher Grundlagen und damit Planungssicherheit für
die Unternehmen können und müssen zügig erfolgen. Auch bei möglicher
gerichtlicher Auseinandersetzung über das Bürgerbegehren ist eine
Fortsetzung der Bauleitplanung in Teilbereichen möglich. Damit werden
die bestehenden Arbeitsplätze und das bisher Geschaffene gesichert.
Über
die Größe wird mit der Landesplanung zu verhandeln sein. Die bestehende
Ansiedlung von ca. 20-25 ha gilt aber als genehmigungsfähig.
Grundsätzlich zählt Schleswig-Holstein zu den weniger reichen Ländern.
Es wäre unverantwortlich die Schaffung von Arbeitsplätzen und Nutzung
bestehender Strukturen unter bürokratischen Vorwänden nachhaltig zu
verhindern.

Alwin Clausen, Eggebek



 

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